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22.04.2020

Trotz Corona - Bei akuter Erkrankung sofort zum Arzt

Trotz Corona - Bei akuter Erkrankung sofort zum Arzt

Trotz der Corona-Pandemie darf nicht außer Acht gelassen werden, dass es selbstverständlich auch weiterhin die klassischen Notfallpatienten mit ernsten gesundheitlichen Problemen gibt, für die die Krankenhäuser auch weiterhin Kapazitäten bereithalten. Denn Schlaganfall, Herzinfarkt, Tumorerkrankungen, eine Blinddarmentzündung und vieles mehr machen auch vor Corona nicht halt. Die Ärzte des St.-Marien-Hospitals appellieren, Krankheitssymp­tome auch weiterhin ernst zu nehmen und sich in ärztliche Versorgung zu begeben.

Pflegedienstleitung Susanne Stute aus dem Marsberger St.-Marien-Hospital: "Wir haben schon den Eindruck, dass die Menschen zurückhaltender geworden sind, sich ins Krankenhaus zu begeben oder den Notruf zu wählen. Unser Appel lautet: Schieben Sie Arztbesuche bei akuten Beschwerden nicht auf." 

Die Krankenhäuser im Hochsauerlandkreis sind gegen eine Ansteckung mit Corona bestens gerüstet und organisiert. Angesichts der Corona-Krise ist davon auszugehen, dass viele Patienten mit leichten Schlag­anfällen oder auch Herzinfarkten aus Angst vor einer Infizierung mit dem Coronavirus lieber bewusst zu Hause bleiben, anstatt sich medizinisch versorgen zu lassen. Das Problem: Vor allem die als COVID-19-Risikogruppe bezeichnete Altersklasse der Über-70-Jährigen trägt auch das Hauptrisiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte. Doch auch in Zeiten von Corona ist die unverzügliche Behandlung dringlicher Erkrankungen wie eben eines Schlaganfalls oder eines Herzinfarkts notwendig. Symptome wie plötzlicher auftretender Brustschmerz, Luftnot, Schluck- und Sprach­stö­rungen sowie kurzzeitiger Bewusstseinsverlust müssen deshalb auch während der Corona-Pandemie immer ärztlich abgeklärt werden, da nicht selten schwere bleibende Folgen bis hin zum Tod drohen können. "Das Risiko, sich mit dem neuen Virus im Krankenhaus anzustecken ist gegenüber den körperlichen Einbußen, die eine verzögerte Diagnose und Behandlung von Herz- oder Hirnschlag nach sich ziehen, gering. Zudem ist bei der Notfallversorgung in medizinischen Einrichtungen hierzulande die gleichzeitige Trennung von Covid-19-Erkrankten und anderen Patienten sowie die Einhaltung der allerhöchsten Hygienestandards sichergestellt", erklären die Mediziner. 

Der dringende Appell lautet: "Wir Ärzte sagen ganz klar: Wenn Sie Symptome an sich oder anderen bemerken, bleiben Sie bitte nicht zu Hause, sondern begeben Sie sich in medizinische Obhut!"         

Das St.-Marien-Hospital fährt seit Ende der Osterferien den Betrieb langsam hoch, ist aber noch weit vom Normalbetrieb entfernt. Einige geplante Eingriffe können stattfinden, für Notfälle hält das Haus immer OP- und Intensivkapazitäten vor. "Im Mittelpunkt der Bemühungen steht der Schutz von Patienten und Mitarbeitenden", so der stellvertretende Hausobere Heinrich Lake. 

Kurzarbeit ist derzeit nicht geplant, die Auslastung der Mitarbeitenden im St.-Marien-Hospital ist recht hoch, auch durch die Einführung von neuen Schichtsystemen und der Bildung von Teams, die nur  in bestimmten Bereichen eingesetzt werden.      

Im St.-Marien-Hospital wurden bislang nur zwei COVID-19 Patienten behandelt, beide waren nicht intensivpflichtig. Ein Patient wurde bereits gesund entlassen. Auf der Intensivstation stehen acht Betten mit Beatmungsfunktion zur Verfügung. Im März wurden drei weitere Intensivbetten mit Beatmungsfunktion aufgestellt, die für die Versorgung von COVID-19 Patienten bereitstehen. 

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