24.01.2025
In diesem Jahr schauen die Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf auf 175 Jahre ihrer Geschichte zurück. Die Gemeinschaft ist ein lebendiges Zeugnis christlicher Nächstenliebe und Barmherzigkeit. Aus dem Orden ging die BBT-Gruppe hervor. Mit Blick auf das Festjahr stand das Leitwort des Jubiläumsjahrs ‚Mit Mut und Freude weiter‘ im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs.
„Die Herausforderungen, denen wir in unseren Einrichtungen und Diensten begegnen, sind uns bewusst. Der Druck des Arbeitsalltags ist oft hoch. Umso wichtiger erscheint es uns, als Menschen in unserer Dienstgemeinschaft zusammenzustehen, gemeinsam nach vorne zu blicken, uns gegenseitig zu bereichern und mit- sowie voneinander zu lernen“, betont Dr. Frank Zils, Sprecher der Geschäftsführung der BBT-Gruppe und kommissarischer Geschäftsführer der BBT-Region Paderborn/ Marsberg.
Die Formulierung ‚Mit Mut und Freude weiter‘, stammt aus einem Brief Peter Friedhofens aus dem Jahr 1851. Es wurde von einer Vorbereitungsgruppe ausgewählt und erinnert an die schwierigen Anfänge des Ordens, als sich die junge Gemeinschaft erst finden musste.
„Dieses Zitat ist mehr als ein historischer Satz – es ist ein Aufruf an uns alle, mit Zuversicht und Leidenschaft unsere Arbeit für die Menschen fortzuführen, auch wenn die Umstände im modernen Gesundheitswesen so schwierig sind wie noch nie“, sagt Siegfried Rörig, langjähriger Regionalleiter des Brüderkrankenhauses St. Josef, nun Geschäftsführer Unternehmenssteuerung und Finanzen der BBT-Region Paderborn/ Marsberg.
Heinrich Lake ist stellvertretender Direktor Unternehmenskultur und betonte in seiner Ansprache, dass man in Marsberg seit vielen Jahren Kooperation und Kommunikation als wichtige Kriterien für ein funktionierendes Management identifiziert habe: „Wir lernen voneinander, damit wir gemeinsam vorankommen“. Der Teamgeist sei auch in turbulenten Zeiten ungebrochen. „Die Identifikation mit dem Krankenhaus ist hoch“, so Lake.
Jörg Buchloh, Kaufmännischer Direktor, berichtete beim Neujahrsempfang zur wirtschaftlichen Situation des St.-Marien-Hospitals: „2024 hatten wir 6% mehr Patienten als in 2023, das sind etwa 230 stationäre Patienten mehr. Wir erwarten für 2025 weiter steigende Zahlen.“
Die Bescheide zur Landeskrankenhausplanung aus dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) waren wichtige Meilensteine. Alle Hauptfachabteilungen im St.-Marien-Hospital Marsberg sind vom MAGS bestätigt worden. Dies spreche für die Leistungsfähigkeit des Hauses und die Systemrelevanz der Hauptfachabteilungen, so Buchloh: „Wo Licht ist, ist auch Schatten. Operationen an der Wirbelsäule können wir ab 2026 nicht mehr anbieten, Wechseloperationen künstlicher Knie- und Hüftgelenke ab April dieses Jahres nicht mehr. Deswegen sind wir froh, dass die enge Zusammenarbeit mit den BBT-Krankenhäusern in Paderborn so gut funktioniert. Dort werden unsere Patienten mit entsprechenden Krankheitsbildern operativ versorgt.“
Dr. Ralf Beyer, Ärztlicher Direktor des St.-Marien-Hospitals, ergänzt: „2024 wurden so viele Patienten wie noch nie im St.-Marien-Hospital behandelt, und zwar circa 5.000 stationäre und 10.000 ambulante Patienten. Die erneute Zertifizierung des Traumazentrums, die Neuorganisation der Zentralen Notaufnahme und das Thema Telemedizin zusammen mit dem Uniklinikum in Münster waren wichtige Themen in 2024.“
Darüber hinaus startete die Einführung der digitalen Patientenakte im St.-Marien-Hospital, der digitale Visitenwagen wurde in Betrieb genommen und „orbis-Medication“ in enger Zusammenarbeit mit dem Paderlog implementiert. „Mit orbis-Medication erhöht sich die Patientensicherheit deutlich“, bestätigt Beyer: Das System garantiert eine bessere Kontrolle über die Wechselwirkungen der gegebenen Medikamente.
Baulich ist das Marsberger Krankenhaus in einem top Zustand: Im vergangenen Jahr wurde die Fassadenrenovierung fertiggestellt, die Photovoltaik-Anlage lief das erste Jahr ganzjährig, auf Station 3 und 4 erfolgte die Renovierung der Zimmer, in 2025 gehen die Renovierungen auf Station 2 weiter.
„Die Feierlichkeiten zum neuen Jahr und zu unserem Jubiläum in der BBT-Gruppe sind nicht nur ein Blick zurück, sondern auch ein Signal für die Zukunft. Wir wissen, dass die Zukunft im gesamten Gesundheitswesen nicht gerade rosig aussieht, mit Themen wie Fachkräftemangel, Klimakrise und Krankenhausreform vor der Brust. Wir werden an der einen oder anderen Stelle Mut brauchen“, bekräftigte Zils.
Zahlen, Daten, Fakten
Die BBT-Gruppe ist mit rund 100 Einrichtungen, über 15.000 Mitarbeitenden und ca. 900 Auszubildenden einer der großen christlichen Träger von Krankenhäusern und Sozialeinrichtungen in Deutschland.
Das St.-Marien-Hospital hat 137 Betten. Pro Jahr werden circa 5.000 stationäre Patienten versorgt, hinzu kommen 10.000 ambulante Patienten. Das St.-Marien-Hospital ist Dienstgeber für rund 300 Mitarbeitende.
